Simulationstraining 1/2015 mit dem Rettungsdienst MOL

Heute sind wir in das Fortbildungsjahr 2015 gestartet. Insgesamt waren 22 Rettungsdienstmitarbeiter und 2 Notärzte gemeldet. Nach einer kurzen Begrüßung durch Steffen Scholl und der Vorstellung des Trainerteams ging es auch sofort in die kurzen theoretischen Themen. Heiko Conrad führte durch das erste Thema Vorsichtung / Sichtung.

Eine kurze Pause ermöglichte es den Teilnehmern, sich mit Getränken und Kaffee zu versorgen. Auch der Kuchen, gesponsert und gebacken von Sonja Schreiber, fand reißenden Absatz. Für diese Mühe bedankt sich das Simulationsteam recht herzlich bei Frau Schreiber.

Nach der Einweisung in das Simulationssystem, durch Steffen Scholl und der parallel dazu stattfindeneden Vorbereitung der ersten Simulation durch die Trainer, konnte es nach einer kleinen Pause in die Praxis gehen. Hier wurde ein Verkehrsunfall mit ca. 15 Verletzten auf einer mehrspurigen Landstrasse simuliert.

Zwar sollte das Anspiel die Möglichkeit geben, das theoretische Wissen des Simulationssystems praktisch zu vertiefen, aber schon hier wurden einige kleine Probleme im Falle eines Massenanfall von Verletzten offensichtlich. Unsere Trainer standen den Teilnehmern für jede Frage zur Seite und fanden die notwendigen Antworten. Im folgenden Feedback wurden Probleme erörtert sowie Lösungsvorschläge gesucht und auch gefunden. So waren die Teilnehmer mit jeder Menge Hinweise, Ratschläge und Tipps der Trainer gut gewappnet für das Highlight des Tages – das Vollspiel. Die Pause wurde von allen für angeregte Diskussionen genutzt.

Zwischen Anspiel und Vollspiel bereitete ein Teil des Trainerstabes das Vollspiel vor. Hierzu wurde umgebaut und neu gestaltet, neue Ausrückelisten wurden erstellt und die Fahrzeuge wieder vorbereitet. Dabei zeigten alle Trainer sehr viel Kreativität in der Vorbereitung der Simulation. Die virtuellen Fahrzeuge wurden wieder von den Teilnehmern besetzt und nach dem kurzen Briefing durch Steffen Scholl konnte der erste Einsatzalarm erfolgen. „Sturz von Bühne“ auf der Festwiese in Strausberg hieß es hier, was so gar nicht nach einem Massenanfall aussah. Doch für die ersteintreffenden Fahrzeuge zeichnete sich ein Bühneneinsturz mit mehr als 20 Verletzten ab.

Die Simulation nahm an Fahrt auf und die Chaosphase in der ersten halben Stunde war unübersehbar. Die verteilten Trainer übernahmen wieder die Besetzung der Leitstelle, des Leiters BHP, des Leiters der vor Ort befindlichen SEE Strausberg und des ELW. Alle anderen Trainer fungierten als Einsatzkräfte der SEE Strausberg. Aus allen Ecken kamen Hilferufe welche den Druck auf die ersteintreffenden Einsatzkräfte verstärkte.

Maciek Paradowski, als organisatorischer Leiter RD, hatte jede Menge zu tun, um Struktur und Organisation am Schadensort aufzubauen, was ihm auch gelang. So wurde eine Patientenablage eingerichtet, deren Leiterin Anne Reinhardt war, durch die SEE wurde ein Behandlungsplatz aufgebaut und Herr Dr. Kljucar organisierte die medizinische Versorgung am Schadensort. Hier waren aufgrund der langen Wege die Funkgeräte unverzichtbar. Vereinzelt gab es einige kleine Probleme in der Verständigung der Einsatzabschnitte aber auch diese wurden mit Bravour gemeistert. Die Trainer waren stets aufmerksam und wenn es irgendwo Probleme gab, war fachkundige Hilfe zur Stelle. So war auch der organisatorische Leiter RD sehr froh darüber, das er eine Führungsgehilfe an seiner Seite hatte.

Nach knapp zweieinhalb Stunden waren viele Schwerverletzte in umliegende Krankenhäuser abtransportiert und die Simulation wurde beendet. In dem folgenden Feedback gab es wieder Ratschläge und Hinweise der Trainer und die Teilnehmer ließen in einem Selbstfeedback die Simulationsübung Revue passieren.

Abschließend sind alle zu dem Schluss gekommen, dass solche Trainingsseminare für den Rettungsdienst und für die Bereitschaften im Landkreis MOL wichtig sind, um die Zusammenarbeit unter- aber auch miteinander weiter zu verbessern und zu optimieren, denn letztendlich steht der Patient an erster Stelle und dieser soll immer so optimal wie möglich versorgt werden.

Die Teilnehmer nahmen viel Wissenswertes mit in ihren beruflichen Alltag, sagten dem Simulationsteam eine herzlichen Dank für diesen Tag und ihre Arbeit und auch die Trainer erkannten kleine Verbesserungen in ihrer Arbeit als Simulationsteam. Dieser Tag hat also allen gezeigt, wie wichtig es ist, bestimmte Handlungsabläufe, welche nicht zum alltägliche Rettungsdienstalltag gehören, zu üben, zu simulieren und zu trainieren und das nicht nur einmal in 10 Jahren sondern in regelmäßigen Abständen.

Abschließend wollen wir uns als Simulationsteam bei allen Teilnehmern für ihrer Einsatzfreude und -bereitschaft bedanken und wir freuen uns auf das nächste Seminar im Juni 2015.

Auch hier wird unser Motto wieder sein: „Bereit sein, wenn es ernst wird!“